TH-Baum auf Fahrbahn

Am Mittwoch Abend wurde die Feuerwehr Rieste in die Stickteichstraße gerufen. Vor Ort hatte das stürmische Wetter einen Baum auf die Straße geweht.

Unter Einsatz einer Motorsäge und der Muskelkraft von 15 Kameradinnen und Kameraden wurde die Straße binnen kürzester Zeit von Ast- und Stammholz befreit.

Unsere Einsätze absolvieren wir aktuell unter strengen Corona-Auflagen. Die Alltagsmaske, Abstand im Feuerwehrhaus und die Rückhaltung von einzelnen Fahrzeugen je nach Einsatzlage sind ein Teil davon. Wir versuchen den Kontakt untereinander bestmöglich zu reduzieren. Unser wichtigstes Ziel ist es, auch weiterhin zu 100% für die Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde einsatzbereit zu sein.

Jahreshauptversammlung 2020

Am Abend des 18. September 2020 trafen sich die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Rieste im Feuerwehrhaus an der Barlager Straße um die im Frühjahr abgesagte Jahreshauptversammlung nachzuholen. Vielen war an diesem Abend anders. Listen am Eingang, feste Plätze, viel Platz in der Fahrzeughalle, Maskenpflicht. Es war keine gewöhnliche Sitzung im gemütlichen Mannschaftsraum. Aufgrund der strengen Vorgaben Eröffnete Ortsbrandmeister Sven Kramer die Sitzung pünktlich und mit dem Hinweis, heute auf alle Verzögerungen zu Verzichten. Auch die Liste der Ehrengäste war durchaus dezimiert. Lediglich der Samtgemeindebrandmeister Stefan Bussmann und Bürgermeister Michael Wernke waren gekommen und richteten Grüße von Rat und Verwaltung der Samtgemeinde aus. Die Grüße von Bürgermeister Sebastian Hüdepohl richtete Sven Kramer aus.

Nach einem Gedenken an alle verstorbenen Kameraden und der Verlesung des Protokolls folgte der Tätgikeitsbericht 2019.
Ortsbrandmeister Kramer berichtete von 53 Diensten, 38 Hilfeleistungen, 7 Übungen und zahlreichen sonstigen Diensten. Besonders die Brandeinsätze stachen heraus mit einer ungewöhnlich hohen Anzahl von 29 Einsätzen.

In Summe leisteten die Kameradinnen und Kameraden der Riester Wehr in 2019 7.660 Einsatzstunden.

Einen besonders großen Anteil an eben diesen Einsatzstunden trug im vergangenen Jahr Leon Langkamp. Hierfür wurde er als Feuerwehrmann des Jahres ausgezeichnet.

Angekommen bei den Beförderungen rief der stellvertretende Ortsbrandmeister Frank Ewing zunächst Jonas Münstermann, Johannes Stricker und Leon Langkamp auf. Alle drei wurden nach Erfüllung der geforderten Mindestdienstzeit und der erfolgreichen Teilnahme an den erforderlichen Lehrgängen zum Oberfeuerwehrmann befördert. Seinen zweiten „Pickel“ durfte sich Ole Vocke abholen und sich ab sofort Hauptfeuerwehrmann nennen.

Ein besonderer Dank in diesem Jahr galt Kristine Knufmann. Sie hatte mit viel Engagement und Kreativität einen Bilderwettbewerb als Ersatz für die ausgefallenen Ferienspaßaktion auf die Beine gestellt.

Nach einer guten Stunde konnte Kramer die Sitzung beenden mit der Hoffnung, in 2021 wieder in gewohntem Umfeld begrüßen zu dürfen.

 

F_verdächtiger Rauch – Feuerschein am „NBZ“

Am frühen Donnerstagmorgen wurde die Freiwillige Feuerwehr Rieste gegen 00:30 Uhr auf den Alfseedeich gerufen. Beim dortigen Naturschutz- und Bildungszentrum (NBZ) hatten Passanten verdächtigen Rauch gesichtet. Bereits auf der Anfahrt konnte unser TLF deutlichen Feuerschein wahrnehmen. Innerhalb kürzester Zeit wurde das Alarmstichwort mehrfach erhöht. Die Einsatzstelle stellte eine besondere Herausforderung für die eingesetzten Kräfte dar. Das ersteintreffende Fahrzeug hatte über das Gelände verteilt 4 verschiedene Brandereignisse entdeckt.

 

Gemeinsam mit der zeitnah eintreffenden Feuerwehr Alfhausen wurde ein Angriff unter Atemschutz sowie eine Wasserversorgung aufgebaut. Eine zweite Wasserentnahmestelle wurde im Laufe des Einsatzes von den Feuerwehren Sögeln und Bramsche am Alfseeufer eingerichtet. In der Zwischenzeit hatte Einsatzleiter Sven Kramer die Alarmstufe auf Feuer_4 erhöht. Dies hatte eine weitere Alarmierung von zahlreichen Einsatzkräften sowie die Anforderung einer zweiten Drehleiter zur Folge.

Während eine kleinere Gartenhütte zügig gelöscht werden konnte, erforderte das Hauptgebäude mit der großen Ausstellungshalle deutlich mehr Aufmerksamkeit. Da es an drei verschiedenen Stellen am Gebäude zu Brandentwicklung kam, musste von mehreren Seiten an das Gebäude herangetreten werden. Die ehemalige Lagerhalle, die heute eine Ausstellung mit vielen Exponaten beheimatet, war jedoch zu keinem Zeitpunkt mehr substanzerhaltend zu sichern. Das dem See zugewandte Gebäude mit Büros und Sitzungsräumen jedoch konnte im Fassaden- und Dachbereich zügig abgelöscht werden. Dennoch wurde es durch die Brandschäden und das Löschwasser erheblich beschädigt, jedoch nicht zerstört.

 

In Laufe der Nacht konnten die Kräfte nach und nach zurückgefahren werden. Gegen 09:00 Uhr konnte die Einsatzstelle zum ersten Mal verlassen werden. Kurz darauf jedoch, die Kameradinnen und Kameraden hatten gerade die Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht, kam es zu einer notwendigen Nachschau. Diese war gegen halb 11 beendet.

 

Im Nachmittag kam es um 13:48 Uhr erneut zu einer Alarmierung der Riester Wehr. Im Brandgebäude sind im Dachbereich erneut Glutnester aufgeflammt. Die aufwendigen Löscharbeiten ziehen sich vermutlich noch über den gesamten Donnerstag hin.

 

Für die Absicherung der Einsatzkräfte sorgten die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Malteser Hilfsdienstes sowie des DRK. Bei dem Einsatz wurde jedoch niemand verletzt.

 

Im Einsatz waren neben der Feuerwehr Rieste die Wehren aus Alfhausen, Ankum, Epe, Hesepe und Sögeln sowie die Drehleitereinheiten aus Bramsche und Wallenhorst. Die verschiedenen Wehren kamen zusammen auf ca. 140 eingesetzte Floriansjünger.

Zu der Brandursache hat die Polizei Bersenbrück die Ermittlungen aufgenommen. Aufgrund des Verdachts einer möglichen Brandstiftung bittet sie alle Bürgerinnen und Bürger der Samtgemeinde um Mithilfe. Sie schätzt den Schaden auf mindestens 3 Millionen Euro.