Jahreshauptversammlung 2026

Am Abend des 20 März gab es geradeso genug Stühle im Schulungsraum der Feuerwehr Rieste. Im Obergeschoss des Feuerwehrhauses an der Barlager Straße waren zahlreiche Kameradinnen und Kameraden und Gäste der Einladung von Ortsbrandmeister Sven Kramer gefolgt und versammelten sich zur diesjährigen Jahreshauptversammlung. Um 19:32 Uhr konnte Kramer insgesamt 36 aktive Kameradinnen und Kameraden, 3 Mitglieder der Altersabteilung sowie zahlreiche Gäste von befreundeten Wehren, den Maltesern und der Verwaltung begrüßen. Nach einer Ehrung des verstorbenen Kameraden Ewald Wieghaus und der Abstimmung über das Protokoll aus 2025 fuhr Kramer mit dem Tätigkeitsbericht fort. Die Kameradinnen und Kameraden leisteten im vergangenen Jahr insgesamt 4.351,42 Stunden bei 50 Einsätzen und 62 Dienstveranstaltungen ab.

Die Einsätze teilten sich auf in 13 Brände, 20 Technische Hilfeleistungen sowie 15 Blinde Alarme, zu denen auch fehlerhaft ausgelöste Brandmeldeanlagen gehören. Letzteres spiegelt sich auch in den Zahlen der Samtgemeinde wieder, wo es insgesamt 38 solcher blinden Alarme insgesamt in den 7 Gemeinden der Samtgemeinde gab. Besonders hervor hob Kramer den Brand im Rathaus, wo eine Toilettenanlage mutmaßlich angezündet wurde, einen schweren Unfall mit PKW vor Zug, die Rettung eine Kuh aus der Hase sowie einen Brand auf dem Campingplatz am Alfsee im Oktober. Besonders erfreulich war die Nachricht über die erfolgte Ausschreibung des neuen HLF20, welche durch die Verwaltung bereits getätigt wurde.

Jugendfeuerwehrwartin Kristine Knufmann schloss sich mit einem Bericht über die Tätigkeit der jüngsten Kameradinnen und Kameraden an. Aktuell zählen 11 Kinder zur Riester Jugendfeuerwehr die sich alle 14 Tage gemeinsam mit der JF aus Alfhausen zum Dienst treffen. Besonders hervorzuheben ist eine Dienstbeteiligung von im Schnitt 74%, was bei über 20 Diensten und zahlreichen Sonderveranstaltungen eine beeindruckende Zahl bildet. Erstmalig wurde in 2025 die Jugendflamme Stufe 1 abgenommen, welche zur ersten Eintragung in den DJF-Mitgliederausweis führt und zahlreiche Aufgaben umfasst. Für 2026 ist unter Anderem die erstmalige Teilnahme am Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr geplant, welches in Dornum stattfinden soll.

Gemeindebrandmeister Stefan Bußmann berichtet über die Entwicklungen auf Ebene der Samtgemeinde Bersenbrück.
Die Einsatzzahlen sind in Summe rückläufig, was vor Allem auf einen Rückgang bei den Hilfeleistungen zurückzuführen ist.
An dem Anstieg der Blinden Alarme sind wie oben beschrieben die Rieste Zahlen nicht ganz unbeteiligt. Er bekräftigte die aktuell zurecht gestiegene Präsenz ehrenamtlicher Leistungen und betonte die Wertschätzung durch Bevölkerung aber auch durch die Samtgemeinde. Alle 7 Wehren hatten in der Zwischenzeit auf leichte CFK-Flaschen umgestellt und für die Feuerwehr Rieste wurde ein neuer Rettungssatz beschafft. Ein Novum ist die landesweite Anpassung der Dienstgrade und Einführung der neuen Uniformen.

Weitere Grußworte hielten Samtgemeindebürgermeister Michael Wernke, der besonders die Jugendfeuerwehr für die großartigen Zahlen beglückwünschte, Bürgermeister Christian Scholüke, der über die Einrichtung von Defibrillatoren auf dem Gemeindegebiet berichtete und Sascha Koop, der die Grüße der Malteser Alfhausen überbrachte und sich für die Zusammenarbeit bedankte.

Thorben Knaack überbrachte die Grüße unserer Partnerwehr aus Rieste Bienenbüttel und freite sich das erste Mal auf unserer JHV dabei zu sein. Für den Feuerwehrverband überbrachte Mario Kröger die Grüße des gesamten Vorstandes und warb für die anstehenden Veranstaltungen, den Verbandstag und den Seniorentag.

Bei der TE Bahn, dessen Mitglied wir seit einiger Zeit sind, stehen Änderungen ins Haus. Die Einheit wird Teil einer neu zu gründenden Feuerwehrbereitschaft „Schwere technische Hilfe“ und erhält somit einen neuen Status. Die aktuellen Zugführer der Einheit übernehmen die Leitung des neuen Kreisbereitschaft und brauchten Nachfolge für ihre Positionen bei der TE 2.
Zur Freude der Riester Aktiven übernehmen diese Funktionen sobald Daniel Buck und Ole Vocke aus unseren Reihen.

Bei den Ehrungen und Beförderungen wurde Hauptbrandmeister Ulrich Bellmann für seinen außergewöhnlichen Einsatz als Feuerwehrmann des Jahres geehrt. Egal ob Tag oder Nacht, ob Dienstabend oder Jugendfeuewehr, auf den Kameraden Bellmann ist zu jeder Zeit verlass. Die Ehrung ist die Krönung einer langen aktiven Karriere im Dienste der Freiwilligen Feuewehr, bevor Bellmann im Herbst in die Altersabteilung wechseln wird.

Für den Fluteinsatz im Jahr 2023 wurden insgesamt 28 Kameradinnen und Kameraden mit der Ehrennadel des Landes Niedersachsen geehrt.

Beförderungen:

Zum Feuerwehrmann:

– Liam Kohne
– Till Wöllermann
– Jonathan Müller

Zur Oberfeuerwehrfrau / Oberfeuerwehrmann

– Lea Knufmann
– Hauke Richter

Zum ersten Hauptfeuerwehrmann:

– Jonas Münstermann
– Dennis Lindemann

Zur Oberbrandmeisterin

– Kristine Knufmann

 

Desweiteren wurden zahlreiche „Umbenennungen“ vorgenommen, da durch die Änderung auf Landesebene die Dienstgrade der Löschmeister entfallen. Löschmeister wurden durch die Dienstgrade der Brandmeister ersetzt, denen schließen sich die Brandinspektoren an. Alles Infos zu den neuen Dienstgraden der Niedersächsischen Feuerwehr unter https://www.lfv-nds.de/service/dienstgrade/freiwillige-feuerwehren

 

Die Feuerwehr Rieste trauert um Heinrich Wiebolt

Die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Rieste trauern um Brandinspektor Heinrich Wiebolt.

Der Ehrenortsbrandmeister war zuletzt Mitglied der Altersabteilung und starb im März im Alter von 83 Jahren.
Wiebolt war von 1975 bis 1993 Ortsbrandmeister der Feuerwehr Rieste und verantwortete neben diversen personellen Entwicklungen unter Anderem auch die Indienststellung des  TLF8 Magirus oder die Ausrüstung der Fahrzeuge mit Funk, womit erstmals eine dauerhafte Verbindung zur Leitstelle nach Osnabrück möglich war. Auch die Einführung des Notrufes 112 oder der Aufbau der Sirenen im Ortsgebiet fielen in die Dienstzeit von Brandinspektor Wiebolt.

Eine besondere Phase war der Anstoß zum Neubau eines Feuerwehrhauses an der Barlager Straße. Dieses Projekt, was am Ende von seinem Nachfolger, Wilhelm Wernke, realisiert wurde, erhielt seinen entscheidenden Anstoß durch Heinrich Wiebolt. Besonders die Nachnutzung des alten Gerätehauses an der Sögelner Straße durch die Lutherische Gemeinde ist auf die Initiative Wiebolts zurückzuführen und hat das Gemeindeleben nachhaltig positiv beeinflusst.

Zuletzt wurde Heinrich Wiebolt 2023 vom Landesfeuerwehrverband Niedersachsen für 60 Jahre Mitgliedschaft in der freiwilligen Feuerwehr geehrt, eine Ehrung die heute nur noch selten vergeben werden kann.

Die Feuerwehr Rieste wird ihrem engagierten Kameraden ein ehrendes Andenken bewahren und ihn auf seinem letzten Weg traditionsgemäß begleiten.

 

F2 – Brennt PKW

Die Feuerwehr Rieste wurde heute Nacht um 03:22 Uhr zu einem Fahrzeugbrand in die Wohnsiedlung „Auf dem Fiening“ alarmiert.
Bereits auf der Anfahrt wurde durch die Regionalleitstelle in Osnabrück die Feuerwehr Alfhausen hinzugezogen, da durch mehrere Anrufer ein drohendes Umschlagen der Flammen auf das Wohnhaus drohte. Bei Eintreffen der ersten Kräfte stand der PKW bereits in Vollbrand und die Garage des Hauses war bereits deutlich von Hitze und Flammen gezeichnet. Ein Trupp unter Atemschutz begann mittels Schnellangriff umgehend mit den Löscharbeiten, ein zweiter Trupp richtete eine Riegelstellung zum Gebäude ein. Durch das schnelle Eingreifen und die solide Bauweise konnte der Schaden am Gebäude deutlich beschränkt werden.

Das Ablöschen des PKW erforderte einige Zeit, die Hitze war teilweise so stark, dass die Alufelgen des Mercedes teils geschmolzen waren.
Durch einen weiteren Trupp wurde die Garage von der Rückseite betreten, kontrolliert und belüftet. Zwar kam es zu einer starken Verrauchung in der Garage, die auch als entsprechender Schaden angesehen werden muss, eine Brandausbreitung ins Innere konnte jedoch verhindert werden.

Mit Hilfe der Drehleitereinheit aus Ankum konnte die Dachhaut geöffnet und kontrolliert werden. Auch hier half die solide Bauweise dabei, weitere Schäden zu reduzieren. Die eingesetzten Kräfte waren insgesamt bis  05:45 Uhr mit Nachbereitungen beschäftigt.

Im Einsatz waren insgesamt 45 Kräfte der Feuerwehren Rieste, Alfhausen und Ankum sowie ein RTW der Malteser aus Bramsche und ein Streifenwagen der Polizei unter der Leitung von Ortsbrandmeister Sven Kramer.

Die Polizei Bersenbrück hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen und bittet mögliche Zeugen sich bei der Dienststelle in Bersenbrück zu melden.

 

 

BMA

F3+ – Feuer in Bürogebäude

Am Morgen des 01. Dezembers wurde die Feuerwehr Rieste zunächst mit dem Stichwort „Auslösung BMA“ in den Niedersachsenpark gerufen. Während der Anfahrt meldete die Leitstelle Osnabrück ein bestätigtes Feuer in einem Bürogebäude. Daraufhin wurde das Stichwort auf F3+ erhöht und die Feuerwehren aus Neuenkirchen, Vörden sowie die Drehleitereinheit aus Ankum nachalarmiert.

Vor Ort ging ein Trupp unter Atemschutz in das Gebäude vor und fand im betroffenen Raum eine glimmende Powerbank. Diese wurde aus dem Gebäude gebracht und dort gekühlt, das Gebäude wurde belüftet.

Eine Person wurde durch die Reaktion des Akkus leicht verletzt und vor Ort durch die Kollegen des Rettungsdienstes betreut.

 

Der Einsatz war nach gut 90 Minuten beendet.
Die 40 eingesetzten Kräfte aus 4 Wehren standen unter der Leitung von Jörn Vocke.

F2 – Brennt Vorzelt auf Campingplatz

Am Abend des 03. Oktobers wurden wir um 20:19 Uhr mit dem Alarmstichwort F2 – brennt Vorzelt / Wohnwagen zum Campingplatz am Alfsee gerufen.

Wir konnten bereits auf Sicht anfahren. Vor Ort konnte durch das schnelle Eingreifen der TLF Besatzung ein Übergreifen auf die anliegenden Wohnwagen verhindert werden. Durch die rasante Brandausbreitung konnte der in Flammen stehende Wohnwagen jedoch nicht mehr gerettet werden. Während des Einsatzverlaufes konnten mehrere Gasflaschen evakuiert und mit Erfolg gekühlt werden. Im Zuge der Nachlöscharbeiten wurde ein E-Bike ausfindig gemacht, welches mit Flammenaufschlag behaftet wurde. Im Zuge dessen wurde ein Batteriemanager durch Einsatzleiter Sven Kramer zur Einsatzstelle hinzugezogen. Der beschädigte Akku konnte seitens der Fachfirma entsorgt werden. Zum Zeitpunkt des Brandes waren keine Personen im Mobilheim. Es gab keine Verletzten.

 

REA

Ein Kamerad wurde während einer Dienstfahrt durch die Leitstelle angefragt ob er als First Responder den Rettungsdienst bei einer Reanimation unterstützen könnte.