ABC 1 – Gefahrstoffaustritt

Am Nachmittag des 04. Oktober wurde die Feuerwehr Rieste gemeinsam mit dem Gerätewagen Gefahrgut der Feuerwehr Bersenbrück in ein Logistikzentrum an der Celler Straße gerufen.
Vor Ort war eine hochgiftige Flüssigkeit aus einem Fass ausgetreten. Die Mitarbeiter des Unternehmens leiteten sofort entsprechende Sicherungsmaßnahmen ein, evakuierten das Gebäude und arbeiteten einen für diese Fälle festgelegten Ablauf ab. Dieser beinhaltete auch die notfallmäßige Bergung des beschädigten Gebindes unter Vollschutz und das Abbinden der ausgetretenen Flüssigkeit. Im Anschluss wurde der Bereich abgesperrt. Die Vorarbeit des Unternehmens war in allen Bereichen vorbildlich.

Bei Eintreffen des ersten Fahrzeugs der Feuerwehr Rieste war bereits ein Einweiser mit allen stoffrelevanten Daten vor Ort. Der Angriffstrupp unseres HLF führte zunächst unter schwerem Atemschutz eine Erkundung auf Abstand durch und fand einen Behälter in einem Überfass sowie eine abgedeckte Fläche auf dem Hallenboden vor. Gemeinsam mit dem ebenfalls eingetroffenen Gerätewagen Gefahrgut wurde das weitere Vorgehen besprochen. Hierfür wurde zunächst eine ausführliche Stoffrecherche über diverse Fachberater und die  TUIS vorgenommen. Im Ergebnis wurde zunächst der gesamte „Fachzug gefährliche Güter“ sowie der „Fachzug Dekontamination“ der Kreisfeuerwehr Osnabrück nachgefordert.

Im weiteren Verlauf wurde an der Einsatzstelle ein entsprechend großer Aufbau ausgeführt, der einen Um- und Ankleidebereich für die Einsatzkräfte, einen Dekontaminationsbereich sowie eine Rehabilitationzone für Einsatzkräfte umfasste. Letztere wurde von den Kollegen des Malteser Hilfsdienstes Alfhausen aufgebaut, die darüber hinaus mit einem RTW für die Sicherheit der Einsatzkräfte sorgten. Ebenfalls vor Ort waren weitere Kräfte des DRK Osnabrück NORD und Osnabrück LAND, die gemeinsam mit dem Fachzug DEKON im Einsatz waren.

Zur Führung der Einsatzstelle wurde die Informations- und Kommunikationseinheit der Kreisfeuerwehr zur Einsatzstelle alarmiert. Nachdem die Einsatzstelle vollständig aufgebaut war begannen die ersten Kräfte unter schwerem Atemschutz und entsprechenden Chemikalien-Schutzanzügen (CSA) mit der Bergung des Stoffes und deren Sicherung. Während der Arbeiten wurde bereits der Fachzug Messen und Spüren der Kreisfeuerwehr alarmiert um nach vollständiger Beseitigung des Stoffes die Halle „frei zu messen“.

Der Einsatz verlief dank der guten Zusammenarbeit zwischen Fachzügen, Ortsfeuerwehr und Betreiber ohne weitere Zwischenfälle. Für die Bürgerinnen und Bürger der Umgebung bestand zu keinem Zeitpunkt Gefahr. Verletzt wurde niemand. Insgesamt waren rund 130 Einsatzkräfte von Feuewehr, Rettungsdienst, Polizei und Gewerbeaufsicht für gut 4,5 Stunden im Einsatz.

 

TH – VU – PKW gegen Baum

Auf der Alarmfahrt zum Einsatz in Bramsche ist unser ELW im Verlauf der Maschortstraße auf einen verunfallten PKW gestoßen. Durch überfrierende Glätte war die Brücke über die „Tiefe Hase“ enorm glatt. Die Fahrerin eines VW Polo musste dies schmerzlich feststellen als sie über die Brücke hinaus gegen einen Baum schleuderte. Die Besatzung des ELW leistete umgehend Erste Hilfe, sicherte die Straße und alarmierte weitere Einheiten zur Einsatzstelle. Im Verlauf trafen auch die restlichen Fahrzeuge von der Einsatzstelle Wittefelder Allee ein.

Die Fahrerin trug zum Glück nur leichte Verletzungen davon und wurde von einem Ankumer RTW in ein umlegendes Krankenhaus verbracht. Die Maßnahmen der Feuerwehr Rieste beschränkten sich auf das Batteriemanagement und das Sperren der Straße.

Die Polizei Bersenbrück sperrte die Straße bis zur Bergung des PKW und bis zum Abstreuen der Brücke durch den Bauhof der Samtgemeinde.

Der zweite Einsatz des Tages war somit nach einer guten Stunde beendet und alle eingesetzten Kräfte konnten gegen 14:00 Uhr „Einfahrt“ melden

TH – Unterstützung Rettungsdienst – VU PKW gegen PKW

Am Freitag Nachmittag wurde die Feuerwehr Rieste gemeinsam mit einem Großaufgebot an Rettungskräften aus den Landkreisen Osnabrück und Vechta auf den Hastruper Damm in den Ortsteil Bieste gerufen.

Vor Ort hatte ein PKW ohne zu stoppen die Landesstraße überquert und ist dabei von einem vorfahrtsberechtigten Kleinwagen erfasst. Alle 4 Insassen der beiden PKW wurden bei dem Unfall teils schwer verletzt. Aufgrund der zunächst unklaren Anzahl an Patienten alarmierte die Leitstelle Osnabrück zur Koordinierung des Einsatzes die Technische Leitung Rettungsdienst, bestehend aus Leitendem Notarzt und Organisatorischem Leiter Rettungsdienst. Zusätzliche zu den bodengebundenen Kräften wurde ein Rettungshubschrauber aus Rheine angefordert.

Die vier Patienten wurden im Verlauf des Einsatzes von den Kräften des Rettungsdienstes und der Feuerwehr gemeinsam versorgt und für den Transport vorbereitet. Zur patientenschonenden Rettung wurde durch die Feuerwehr Rieste unter Anderem eine Fahrzeugtür entfernt. Darüber hinaus unterstützten wir die Polizei bei Absperrmaßnahmen und sicherten die Fahrzeuge sowie auslaufende Betriebsstoffe.

Der Einsatz war für alle Kräfte nach fast 2 Stunden beendet. Die Patienten wurden in Krankenhäuser nach Quakenbrück und Osnabrück transportiert.

 

TH – Person klemmt – Maschine

Am frühen Mittwoch Nachmittag wurde die Feuerwehr Rieste gemeinsam mit dem Rettungsdienst und der Rüstwageneinheit Bersenbrück zu einem Maschinenunfall gerufen. Auf einem landwirtschaftlichen Betrieb war angeblich ein Mitarbeiter eingeklemmt worden. Beim Eintreffen stellte sich die Lage jedoch deutlich weniger dramatisch dar.

Ein Mitarbeiter saß im Führerhaus einer Landmaschine und konnte diese ohne Hilfe nicht mehr verlassen. Gemeinsam mit dem Rettungsdienst wurde er aus dem Fahrzeug befreit und ärztlich behandelt.

Die Rüstwageneinheit sowie ein ebenfalls alarmierter Rettungshubschrauber konnten noch vor Eintreffen den Heimweg antreten.

Die Feuerwehr Rieste war mit 19 Kräften für eine gute halbe Stunde im Einsatz.