F-Landwirtschaftl. Betrieb – Es brennt der Kuhstall

Am Freitag Abend wurde die Feuerwehr Rieste gemeinsam mit den Wehren aus Epe und Sögeln an die Riester Straße nach Sögeln alarmiert. Vor Ort sollte ein Kuhstall brennen. 21 Kameradinnen und Kameraden machten sich mit allen Fahrzeugen auf den Weg an die Ortsgrenze im Riester Süden.

Vor Ort entpuppte sich der brennende Kuhstall jedoch als gut brennende Feuertonne. Gebäude oder gar Tiere sind nicht zu Schaden gekommen. Alle Kräfte konnten die Einsatzstelle wieder zügig verlassen.

Einsatzende war gut 30 Minuten nach Alarmierung.

TH Unterstützung Munitionsfund

Am Montag Nachmittag wurde der Ortsbrandmeister der Feuerwehr Rieste durch den Leiter des Ordnungsamtes, Andreas Schulte, über den Fund eines Weltkriegsblindgängers im Bereich Lage informiert.
Der Kampfmittelräumdienst aus Wardenburg war zu diesem Zeitpunkt bereits unterwegs. Ein Sondelgänger hatte auf einer landwirtschaftlichen Fläche neben dem Friedhof zuvor den ungewöhnlichen Fund gemacht.

Nach einer ersten Begutachtung wurde im Rahmen des Ortskommandos in Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt und der Polizei die Evakuierung der Bürgerinnen und Bürger vorbereitet. Alle Bewohnerinnen und Bewohner in einem Radius von 1000 Metern mussten ihre Wohnungen verlassen, Landes- und Kreisstraße wurden gesperrt, der Zugverkehr auf der Strecke Osnabrück – Bremen wurde eingestellt. Zur Unterstützung wurden die Feuerwehren aus Epe, Gehrde und Alfhausen alarmiert.

Nach einer zügigen Einteilung der Kräfte wurde dann unverzüglich mit der Evakuierung und den Straßensperren begonnen. In der Grundschule Rieste wurde durch die Malteser aus Bramsche und Alfhausen ein Evakuierungszentrum eingerichtet, welches im Verlauf des Abends von gut 100 Personen besucht wurde. Bewohnerinnen und Bewohner mit Mobilitätseinschränkungen wurde durch den MHD transportiert, bettlägerige Personen wurden per Liegendtransport evakuiert.

Die Evakuierung verlief größtenteils problemlos, bei einer Hand voll Haushalten mussten die Kolleginnen und Kollegen der Polizei zur Unterstützung anrücken. Um 20:38 Uhr war dann nach einem abschließenden Überflug eines Hubschraubers der Polizei „Sicherheit hergestellt“ und die Spezialisten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst begannen mit der Entschärfung des Blindgängers.

Gegen 21:10 Uhr war die Bombe entschärft, alle Riester Bürgerinnen und Bürger konnten zurück in ihre Wohnungen. Die Malteser konnten die bettlägerigen Personen, die zwischenzeitlich in zwei umliegenden Krankenhäusern untergebracht worden sind, ebenfalls zurück ins Eigenheim transportieren.

 

Hier eine Übersicht aller eingesetzten Kräfte:

Die Feuerwehren Alfhausen, Epe, Gehrde und Rieste mit 11 Fahrzeugen 86 Kameradinnen und Kameraden

Die Polizei aus Bersenbrück, Quakenbrück und Bramsche mit 12 Polizistinnen und Polizisten und 6 Fahrzeuge

Der Hubschrauber der Polizei Niedersachsen aus Oldenburg

Der Malteser Hilfsdienst aus Alfhausen und Bramsche mit 16 Einsatzkräften und 9 Fahrzeugen

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst mit 3 Fachkräften und 2 Fahrzeugen

Das Ordnungsamt der Samtgemeinde Bersenbrück sowie Vertreter der Gemeinde Rieste mit 7 Personen

Der Notfallmanager der Deutschen Bahn

Der Hausmeister der Grundschule Rieste

Foto des Blindgängers: Hans Moor, Kampfmittelräumdienst
Restliche Fotos: Feuerwehr Rieste

TH – Tierrettung – Kälber in Güllegrube

Ein geruchsintensiver Einsatz hat heute Vormittag unsere Einsatzkräfte gefordert. Während Instandhaltungsarbeiten an einem Kälberstall waren 4 Kälber in die unter dem Stall befindliche Güllegrube gefallen.

Die alarmierte Riester Feuerwehr entschied sich unter der Leitung von Ortsbrandmeister Sven Kramer eine Rettung der Tiere über eine Rampe einzuleiten, diese aber tierärztliche begleiten zu lassen.
Um die Einsatzkräfte vor den Gasen in der Grube zu schützen, wurde die Rettung unter schwerem Atemschutz durchgeführt. Hierfür war jedoch eine große Anzahl von Atemschutzgeräteträgern benötigt. Zur Unterstützung wurde im Verlauf die Feuerwehr Epe nachgefordert und gemeinsam wurde mit insgesamt 5 Trupps, teils in leichtem CSA bzw. Einmalanzügen, in der Grube gearbeitet.

Nach und nach wurden die Kälber aus der Grube heraus getrieben und kamen laut Tierarzt nochmal mit einem Schrecken davon.

Die Nachbereitung des Einsatzes entwickelte sich zu einer regelrechten Materialschlacht. Die Einsatzkleidung der eingesetzten Kräfte muss natürlich professionell gereinigt werden, für diese Zeit benötigen wir entsprechende Ersatzkleidung. Da leider aktuell noch die zentrale Wäschekammer der Samtgemeinde fehlt, musste hier von anderen Feuerwehren ausgeholfen werden.

An dieser besonderen Tierrettung waren insgesamt 35 Einsatzkräfte der Wehren Epe und Rieste, der Tierarzt Brandt, ein RTW der Malteser Bramsche und unser stellvertretende Samtgemeindebrandmeister Tim Schulte als „Materialzubringer“ beteiligt.